+49 (0) 951 30 20 67 0 info@safectory.com

Teil 1 des White Paper zum safectory Asset Tracking Self-Service –  Grundlagen, Arbeitsweise und die Vorteile gegenüber herkömmlichen Asset Tracking-Lösungen

Begriffserklärungen
Beacon Typischerweise batteriebetriebener Funksender auf BLE – Basis. Er wird zur Positionsbestimmung als Referenz, z.B. in Innenräumen benutzt
Asset Tag Batteriebetriebener Funksender/Empfänger unterschiedlicher Bauformen auf BLE   Basis, der z.B. an beweglichem Inventar angebracht wird
Controller Basisstation zum Empfang von BLE – Signalen von Beacons bzw. Asset Tags zur Weiterleitung von Daten an ein Backend / BMS / bIS. Controller benötigen Wifi/LAN (optional UMTS oder LoRa) und werden mit  Strom betrieben (5,1V oder 240 V).
Smartphone App Als Alternative oder in Kombination mit Controller zum mobilen Empfang von BLE – Signalen von Beacons bzw. Asset Tags zur Weiterleitung von Daten an das Backend
Asset Tracking Asset Tracking beschreibt die Funktion, bewegliche Objekte innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes zu orten.
SaaS – Software as a Service

 

Die Software wird über ein zentrales Serversystem zur Verfügung gestellt; lokale Installation oder Updates sind nicht notwendig. Zum Ausführen der Software ist lediglich ein aktueller Webbrowser erforderlich.

 

Stand der Technik

Auch bisherige Lösungen für Indoor Asset Tracking überwachen Objekte typischerweise dadurch, dass sie sie mit batteriebetriebenen Funksendern ausstatten. Solche „Asset Tags“ bzw. Beacons arbeiten i.d.R. auf „Bluetooth Low-Energy“ – Basis (BLE). Standorte werden hier nun zumeist mit Hilfe eines Multilaterations – Verfahrens ermittelt. Dieses bestimmt die Überschneidung von Sendesignalen durch zahlreiche Signalempfänger (Controller), die ortsfest installiert sind. Ein alternativer üblicher Ansatz ist das Zonentracking. Ihm zufolge ist in jeder Zone (von wenigen bis zu mehreren hundert qm Größe) ein Controller installiert, der die Anwesenheit von Asset Tags in seiner jeweiligen Zone überwacht. Die Planung der Installation, die Anbringung der Asset-Tags und Controller sowie deren Verortung muss in der Regel von geschultem Personal vorbereitet, durchgeführt und überwacht werden. Ebenso auch die Zuordnung der Asset Tags zum Asset über ein Webinterface.

Unser Ansatz

Reduktion der Infrastruktur

Die Umkehr des oben beschriebenen Prinzips ermöglicht es, die Anzahl dieser ortsfest installierten Controller stark zu reduzieren. Und somit auch den Installationsaufwand für eine solche Asset Tracking Lösung. Intelligente Asset Tags empfangen die Signale von ortsfest installierten Beacons. Diese Information geben die Tags dann an die Controller weiter. Die einzelnen Controller decken dabei einen sehr großen Bereich ab (mehrere Tsd. m²). Daher werden nur sehr wenige von ihnen benötigt.

Einfacheres Setup

Art und Umfang der benötigten Hardware ist abhängig vom Einsatzszenario. Der Kunde kann sie bequem als fertige Pakete zur einfachen Selbstinstallation bestellen. Das Setup des Systems, die Zuordnung der Beacons zur Position und die Administration der Infrastruktur sowie der Assets erfolgt über ein simples und flexibles Web Interface. Dieses Web interface ist als Self – Service Lösung (SaaS) gedacht und bereitgestellt. Es kann kostensparend durch den Kunden selbst ausgeführt werden. Außerdem bietet es die Möglichkeit zum Hochladen von Gebäudeplänen und zum einfachen Einrichten von Zonen bzw. Geofences. Ebenso zur Konfiguration daraus abgeleiteter Aktionen (z.B. GeoFences) und Benachrichtigungen. Die Installation der Infrastruktur oder das Einrichten der Software durch Fachpersonal ist nicht zwingend erforderlich. Zusätzliche Kosten werden dadurch minimiert. Optional ist jedoch auch eine Full – Service Abwicklung von Planung, Installation und Ersteinrichtung möglich.

Funktionsprinzip des safectory Asset Tracking Self-Service

Ein am Asset befestigtes Asset Tracking Tag ortet sich zyklisch selbst in einem Netz mit passiven Beacons. Der Zyklus ist frei wählbar. Das Asset Tag sendet seine letzte Position dauerhaft z.B. jede Sekunde. Ein Controller empfängt ein Asset Tag Signal mit Ortung im Beacon Netz. Die Position ordnet er 3-dimensionalen Koordinaten (Lat/Long/Floor) zu. Dann sendet er die Lat/Long/Floor-Information an das Visualisierungs – System (Web Interface). Das übersichtliche Web Interface des Visualisierungs – Systems stellt detailierte Reports über Position, Verweildauer, Bewegungshistorie etc. zur Verfügung. Diese können zur Anzeige oder zum Download für eine Verwendung in externen Systemen genutzt werden. Zudem können damit vordefinierte Aktionen ausgeführt werden (z.B. Benachrichtigungen), die über einfache Regeln eingestellt werden können.

Komponenten des safectory Asset Tracking Self-Service

  • Asset Tag mit kleiner Bauform oder Beacon mit großer Batterie. Oder gar Power –  Beacon mit AA Batterien
  • Beacon Netz (passive Beacons) mit gewünschter Maschen – Weite. Auch bereits bestehende Netze können problemlos eingebunden werden.
  • Controller – Infrastruktur mit geringer Maschen – Dichte. Dient zur reinen Flächen – Abdeckung, konservativ mit 50m Abstand, u.U. auch mehr
  • Smartphone App alternativ oder ergänzend zu Controller
  • Web Browser zur Anzeige der SaaS – Tracking – Lösung

Potentielle Erweiterungen (optional bei Bedarf)

  • Der Button eines Asset Tags (Details unter www.safectory.com) dient zur zeitweisen oder dauerhaften Deaktivierung der Ortung (Privacy)
  • Der Button eines Asset Tags dient zur Alarm – Auslösung inkl. Ortung
  • Ein MEMS Motion Sensor im Tag triggert die Ortung nur bei Bewegung. Dies ermöglicht eine deutlich längere Batterie – Laufzeit oder häufigere Ortung
  • Der MEMS Motion Sensor im Tag unterstützt Free – fall   detection (Sturz, Crash)
  • Asset Tag liefert zusätzlich Sensorwerte wie z.B. Temperatur
  • Moving Zone Tracking durch Controller mit GPS – Ortung ermöglicht flexible Ortung auf großen Arealen
  • Anbindung / Implementierung an (ein bestehendes) Warenwirtschaftssystem
  • Jegliche weitere Art von smarten Aktoren zur Ausführung von Aktionen

Vorteile gegenüber herkömmlichen Asset Tracking Lösungen

  • Weitmaschiges Controller Netz ~50-80m z.B. Indoor
  • Flexible Positionswahl der Controller (z.B. da, wo Verdrahtung verfügbar ist)
  • Flexible Positions – Genauigkeit durch Erhöhen bzw. Verringern der Beacon Dichte (Zonen)
  • Geschlossenes Gehäuse, nur 1 Kabel zur Stromversorgung
  • UL 94, flame retardant
  • Fest Integrierter GPS Empfang (optional)
  • Fest Integriertes GSM Modem (optional)
  • Smartphone App als Ersatz für Controller (z.B. temporäre Asset Lokalisierung ohne Stromversorgung)
  • Privacy Button am Asset Tag (z.B. 10 Minuten Ortungs – Pause)
  • Alarm per Button am Asset Tag
  • Kompatibel mit sämtlichen am Markt verfügbaren BLE / Beacon-Infrastrukturen
  • Flexible Schnittstellen – Architektur für Aktoren und weitere Dienste
  • Flexibel auf alle Bedürfnisse in Eigenregie durch den Kunden anpassbar
  • Einfach und kostensparend selbst zu installieren ohne Fachpersonal
  • Einfach selbst zu verwalten, Assets hinzuzufügen oder zu löschen
  • Full – Service Installation optional möglich

Exemplarische Batterielaufzeiten der Asset Tags:
• ~ 200.000 Ortungen mit kleiner CR2032 Batterie
• ~ 1.000.000 Ortungen mit CR2477 Batterie

Software – Funktionen:
• Fog – Computing based Beacon -> Location Auflösung auch ohne Live – Backend
• Direkte Positionsmeldung an bestehende Systeme
• Kombinierbar mit Beacon – Health – Monitoring und Wifi – Device Counting

Fazit – der safectory Asset Tracking Self-Service

Vereinfachung der Infrastruktur

Die flexible safectory Asset Tracking Self-Service (SaaS) Lösung erfordert nur einen Bruchteil der Infrastruktur, die bei herkömmlichen Systemen notwendig ist. Bisher, z.B. bei Multi – Laterationsverfahren, muss ein Asset Tag von mindestens drei, besser sogar mehr Controllern empfangen werden, um eine Position zu ermitteln. Bei der safectory Asset Tracking Lösung genügt bereits eine einfache Beacon – Infrastruktur (als Ortsreferenz). und ein Controller in Reichweite, welcher die Daten des Asset Tags zur Bestimmung von Positionen empfängt. Die initialen Hardware-, Planungs- und Installationsaufwände sind damit wesentlich geringer (= Kosteneinsparung). Und dies zumal bei flexibler Ortungsgenauigkeit, die nur von der Dichte einer (kostengünstigen) Beacon – Infrastruktur abhängig ist.

Einfachheit und Flexibilität

Eine Installation und Einrichtung durch Fachpersonal, welche sehr kostenintensiv ist, ist nicht zwingend erforderlich. Denn das System wird in fertigen Paketen angeboten. Es wurde ja zur Selbstinstallation entworfen. Die Verwaltung der Hardwareinfrastruktur und Administration der Software erfolgt über ein intuitives Web Interface.

Aus technologischer Sicht erlaubt die freie Parametrisierung der Komponenten und der Software eine genauere Ortung. Bzw. eine längere Laufzeit und ebenso mehr Flexibilität und Möglichkeiten der Anpassung an Kundenbedürfnisse. Sämtliche zum Einsatz kommenden Hard- und Softwarekomponenten sind in Bezug auf Laufzeit, Kosten und Stabilität am Markt erprobt und im Einsatz.

Im Teil 2 erfahren Sie mehr zu den Use Cases und Einsatzgebieten der Lösungsstrategie des safectory Asset Tracking Self – Service